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Drei Mineralien — ihr Beitrag
zur Immunfunktion

Wissenschaftliche Fakten zu 3 Spurenelementen — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012

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Was das Immunsystem täglich leistet

Der menschliche Organismus verfügt über ein vielschichtiges Abwehrsystem, das rund um die Uhr aktiv ist. Dieses System besteht aus verschiedenen Zelltypen, löslichen Proteinen und anatomischen Barrieren, die gemeinsam dafür sorgen, dass Krankheitserreger erkannt und bekämpft werden können.

Dabei unterscheidet man zwei Hauptebenen: die angeborene Immunität, die sofort auf Eindringlinge reagiert, und die erworbene (adaptive) Immunität, die nach dem ersten Kontakt mit einem Erreger ein spezifisches Gedächtnis aufbaut. Beide Ebenen benötigen Mikronährstoffe, um ordnungsgemäß zu funktionieren.

Drei Mineralien — Selen, Zink und Eisen — verfügen jeweils über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe in Bezug auf die normale Funktion des Immunsystems. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die zugrundeliegenden wissenschaftlichen Gutachten erstellt.


Drei Mineralien mit dokumentiertem Beitrag

Jedes dieser Spurenelemente verfügt über eine eigenständige, von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zur normalen Immunfunktion.

Se

Selen

Selen ist ein Spurenelement, das in Form von Selenocystein in Selenoproteine eingebaut wird. Diese Proteine erfüllen antioxidative Aufgaben und sind an der Regulation von Immunzellen beteiligt. Paranuss, Thunfisch, Vollkornprodukte und Eier zählen zu den natürlichen Selenquellen. Der EU-Referenzwert liegt bei 55 µg täglich.

„Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Zn

Zink

Zink ist an mehr als 300 Enzymsystemen beteiligt und nimmt im Immunsystem vielfältige Aufgaben wahr. Es beeinflusst die Reifung von T-Zellen im Thymus und die Signalweiterleitung zwischen Immunzellen. Rindfleisch, Kürbiskerne, Linsen und Haferflocken liefern Zink auf natürlichem Wege. Der EU-Referenzwert beträgt 10 mg pro Tag.

„Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Fe

Eisen

Eisen wird für die Bildung von Hämoglobin und Myoglobin benötigt und ist auch in Immunzellen an enzymatischen Prozessen beteiligt. Häm-Eisen aus tierischen Quellen wie Leber und rotem Fleisch wird besser resorbiert als Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Der EU-Referenzwert liegt bei 14 mg täglich.

„Eisen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Angeborene und erworbene Abwehr im Überblick

Die angeborene Immunität bildet die erste Verteidigungslinie. Dazu gehören physische Barrieren wie Haut und Schleimhäute, aber auch Zellen wie Makrophagen, Neutrophile und natürliche Killerzellen. Diese Zellen reagieren innerhalb von Minuten bis Stunden auf Eindringlinge — ohne vorherigen Kontakt mit dem Erreger.

Die erworbene Immunität dagegen benötigt Tage bis Wochen, um vollständig aktiv zu werden. Sie beruht auf den B-Lymphozyten, die Antikörper produzieren, und den T-Lymphozyten, die infizierte Zellen direkt eliminieren oder andere Immunzellen koordinieren. Nach dem ersten Kontakt bildet das adaptive System Gedächtniszellen, die bei späterem Kontakt schneller reagieren können.

Für beide Ebenen gilt: Bestimmte Mineralien tragen gemäß der EU-Verordnung Nr. 432/2012 zur normalen Funktion dieses komplexen Systems bei.

Selen — Selenoproteine und oxidativer Gleichgewichtszustand

Im menschlichen Körper wird Selen hauptsächlich in Form der Aminosäure Selenocystein in Proteine eingebaut. Die daraus entstehenden Selenoproteine — darunter Glutathionperoxidasen und Thioredoxinreduktasen — wirken als Bestandteil des antioxidativen Schutzsystems. Immunzellen, die während einer Abwehrreaktion reaktive Sauerstoffspezies freisetzen, sind selbst auf diesen Schutz angewiesen, um funktionsfähig zu bleiben.

„Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Zink — Thymusfunktion und Zellkommunikation

Der Thymus, eine Drüse hinter dem Brustbein, ist der Reifungsort der T-Lymphozyten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Zink an der Produktion des Thymushormons Thymulin beteiligt ist, das wiederum für die Ausreifung von T-Zellen benötigt wird. Zink beeinflusst darüber hinaus die Signalweiterleitung zwischen Immunzellen über Zytokine.

„Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Eisen — Sauerstofftransport und Immunzellreifung

Eisen ist als Bestandteil von Hämoglobin für den Sauerstofftransport im Blut bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch Immunzellen Eisen für ihre enzymatischen Reaktionen benötigen. So sind beispielsweise die NADPH-Oxidase und die Myeloperoxidase in Neutrophilen auf Eisen angewiesen, um reaktive Sauerstoffverbindungen zu bilden, die Teil der antimikrobiellen Abwehr sind.

„Eisen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


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